Besuch in Deutschland

Im Juli und August 2010 waren Jean-Noel und Odette Forschlé mit ihrer Adoptivtochter Angèle zu Besuch in Deutschland. Es gab vieles zu besprechen:

“Hast du die Türen auch gut verriegelt?”
“Klar doch, von innen, mit stabilen Stangen.”
“Und am Hafen und am Zoll, wie machst du es da?”
“Beten. Und ich habe vorne im Führerhaus etwas
deponiert, das sie sich nehmen können. Dann müssen
sie hinten nicht die Scheiben einschlagen.”

Jean-Noel Forschlé und Gerd Hock sind in ihrem Element. Beide haben ausreichend Erfahrung mit dem madagassischen Zoll. Sie wissen: Ohne kleine Diebstähle der Hafenarbeiter, die man besser schon im Vorfeld einkalkuliert, geht es nicht.
Mit “es” ist in diesem Fall die Einfuhr eines gebrauchten VW-Transporters gemeint, den Gerd gerade für die Verschiffung nach Madagaskar fertig macht. Gerd ist Pilot und lebt mit seiner Frau Tanja in Madagaskar. Jean-Noel hat ihn dort kennen gelernt, als er im Rahmen der Missionsarbeit einen Flug in ein weit entlegenes Dorf in Anspruch nahm. Aus dem Kennenlernen entwickelte sich eine Freundschaft, und heute leitet Gerds Frau – von Beruf Hebamme – die Ambulanz-Krankenstation unseres neu erbauten Centre Trotroina. Sie macht das nebenbei, denn ihre Hauptaufgabe
ist das Hebammenmobil, ein ausrangiertes und zur Hebammenstation umgebautes Sparkassenmobil, mit dem sie Schwangere versorgt. So ist es gut, dass die tägliche Ambulanz-Arbeit von einem einheimischen Arzt und einer einheimischen Krankenschwester erledigt wird.
Zurück zu dem Gespräch zwischen Jean-Noel und Gerd. Es ereignete sich am Rand eines Treffens, zu dem wir im August nach Nidda in die Zentrale des Nehemia-Hilfsdiensts gefahren waren. Wir konnten mit großer Dankbarkeit auf die vergangenen drei Jahre zurück schauen, in denen in Ambovo ein komplett neues Zentrum mit einer Grundschule für 240 Kinder, einer Kantine und einer Krankenstation entstanden war.
Klar, es gibt noch viel zu tun: Wir bräuchten eine Arztwohnung auf dem Gelände, ein Kinderheim-Haus müsste noch gebaut werden, zahnärztliche Behandlungsmöglichkeiten und eine kleine Geburtshilfestation wären ideal. Eltern fragen nach Möglichkeiten einer weiterführenden Schule für ihre Kinder. Der Versammlungssaal für die neu entstandene Gemeinde ist bereits zu klein. Aber im Moment steht im Vordergrund, dass wir das Erreichte befestigen wollen:
Noch brauchen zuerst zahlreiche Schulkinder Pateneltern in Deutschland, die für die Bildung, Versorgung
mit Nahrung, Kleidung und Gesundheitsfürsorge aufkommen.

Die Schulspeisung ist in vollem Gange

Essen wird vorbereitetKartoffel werden geschältgekocht wird in der Feldküchedie Kinder warten vor der Kantinevolle TelleressenDie Vorschüler beim EssenGeschirrspülenVorschule und Kantine

Die Schule im Centrum Trotroina hat wieder begonnen am 12.10.09

Jean-Noel hängt die Schuluhr aufErster Schultag weiterlesen…